Hintergrund und Aufgabe

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, vertreten durch das Staatliche Bauamt Erlangen-Nürnberg, lobte einen Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 aus, um diesen ersten wichtigen Baustein der TU Nürnberg zu vergeben. An dem interdisziplinären Wettbewerb beteiligten sich 15 internationale Planungsteams. Nach Überarbeitung von vier Konzepten konnte am 09.03.2023 das Preisgericht eine eindeutige Entscheidung getroffen werden.

Als interdisziplinärer Wettbewerb richtete sich die Auslobung an bis zu 15 Generalplaner*innen und die jeweiligen Fachplaner*innen. Dabei ging es nicht um die Sammlung spektakulärer Einzelarchitekturen, sondern um die Erweiterung der baulichen Umwelt. Die einzelnen Gebäude sollten zwar eigenständig sein, aber sich in den städtebaulichen Rahmen einfügen und zu einem integralen Bestandteil des Campus werden. Entsprechend wurde bei der Planung der Einzelgebäude auch die weitere bauliche Entwicklung mitgedacht. Von zentraler Bedeutung war dazu, dass die sich, über einen recht langen Zeitraum vollziehende, Entwicklung des Campus in jedem Ausbaustadium räumliche Qualität und Identität auf­weist.

In Hinblick auf seine Energieerzeugung sollte der Campus klimaneutral sein. Zudem waren, aufgrund der angestrebten Lebensdauer der Einzelgebäude von mindestens 50 Jahren, mehrere Veränderungszyklen hinsichtlich der technischen Ausstattung miteinzuberechnen. Dies gilt vor allem für die hochtechnisierten Gebäude. Die Wettbewerbsteilnehmenden wurden somit mit dem Entwurf innovativer, zukunftsweisender Projekte erwartet, die diesem Ziel entsprechen und Baukultur auf selbstverständliche Weise mit Nachhaltigkeit verbinden. Die UTN wurde zudem als Leuchtturmprojekt Holzbau im Rahmen der Offensive „Klimaland Bayern“ ausgewählt und spiegelt das interdisziplinär ausgelegte Forschungskonzept der Lehre im Bau wider.